Geschichte
Die evangelische Kirche im Klosterdorf
Eine evangelisch-reformierte Kirchgemeinde gibt es in
Engelberg erst seit 1960; ein eigenes Pfarramt seit 1983.
Aber bereits hundert
Jahre früher feierten einige Feriengäste – überwiegend aus Deutschland – während
der Sommersaison regelmässig evangelische Gottesdienste. 1889 ergriffen sie die
Initiative zum Bau einer Kapelle. In den ersten Jahrzehnten diente das
Gotteshaus ausschliesslich den in Engelberg weilenden Urlaubsgästen.
Evangelische Einwohner lebten im Dorf zu jener Zeit noch praktisch keine. Die
Gottesdienste wurden von Kurpfarrern gehalten.
Erst die Vierziger- und
Fünfzigerjahre des letzten Jahrhunderts brachten eine vermehrte Zuwanderung von
Reformierten aus der übrigen Schweiz. Die sich allmählich bildende Gemeinde
wurde noch während Jahrzehnten durch den Pfarrer von Stans betreut.
1960
übergab der bisherige private Trägerverein das Kirchengebäude der neu
gegründeten Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Engelberg.
Der
Protestantisch-kirchliche Hilfsverein Zürich stand der kleinen Gemeinde dabei
zur Seite und unterstützt sie in finanzieller Hinsicht bis heute.
Der Wunsch
nach einem eigenen Teilzeitpfarramt erfüllte sich in den Achtzigerjahren. Heute
leben in Engelberg rund vierhundert Reformierte. Die Kirchgemeinde ist seit 1972
öffentlich-rechtlich anerkannt.